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Chorwochenende der Chor-i-Feen

Wir haben wieder unser alljährliches Chorwochenende hinter uns. Auf diesem Probenwochenende wird nicht nur eifrig geprobt, sondern auch viel geplaudert, gelacht und getrunken.

Wussten Sie, dass es von Rammsteins «Engel» auch ein Arrangement für Frauenchor gibt? Nein? Ich auch nicht. Aber seit dem Chorwochenende der Chor-i-Feen weiß ich das. Und nicht nur das. Man erfährt so einiges auf so einem Chorwochenende: Wer hält am längsten mit möglichst wenig Schlaf durch? Wer neigt zum Tarockspiel? Wer spielt Akkordeon? Wer spricht den hochprozentigen Getränken zu? Wer sucht von Zeit zu Zeit die frische Luft auf, um ein Brandopfer darzubringen? Wer verlangt nach Süßem, wer nach Saurem? Wer redet, wer hört zu? Wer erzählt Geschichten, wer Witze? Wer kommt pünktlich zu den Probeeinheiten, wer zu spät? Wer hat ein Kleinkind mit, wer lieber einen Notenständer? Wer spielt gerne Theater, wer tanzt lieber? Wer hat politisches Interesse und wer ein archivarisches? Wer lacht gerne aus voller Kehle, wem genügt ein Schmunzeln? Wer lernt gerne auswendig, wer bleibt lieber beim Notenblatt? Wer zählt genau die Tangoschritte und wer spielt inbrünstig die Luftgitarre? Wer freut sich auf «Pulchra es» und wer auf «Lollipopp»? Wer stöhnt bei «Jamaican Market» und wer bei den «Spanischen Nächten»? Wer schließt die Augen bei «Ubi caritas» und wer bei Karins Klavierspiel? Wer lacht bei den Schmähs der Chorleiterin und wer befolgt die Anregungen der Gesanglehrerin? Das alles und noch viel mehr gab es zu erfahren am Chorwochenende der Chor-i-Feen. Und noch etwas habe ich bemerkt: Unter unseren Frauen gibt es wirklich alle Arten von Engeln. Laut Pseudo-Dionysos Areopagita gibt es neun Engelschöre. Angefangen bei den Seraphim, Cherubim bis zu den Angeloi. Unsere Frauen sind in allen vertreten, von hoch bis tief, von hell bis dunkel, von schlicht bis reichlich, von zart bis hart. Wenn sie es nicht glauben, dann hören Sie sich die «Engel» doch einmal an oder nehmen am besten am nächsten Chorwochenende teil.